Task number two

Ist der Kurs “Statistical Aspects of Data Mining” e-learning 2.0?
Was e-learning 2.0 ist, definiert unter anderem Stephen Downes in seinem gleichnamigen Artikel
Heute findet e-learning, sei es nun 1.0, 2.0. oder n.0, meistens in Form von Kursen statt, üblicherweise dargeboten mit Hilfe von verschiedenen LMS (Moodle, ..). Ein prominentes, frei zugängliches Beispiel wäre etwa die OpenCourseWare Initiative, ausgehend vom MIT (Wobei auch bei diesem Angebot nicht von e-learning 2.0 gesprochen werden kann).
Der Kurs von Professor David Mease Statistics 202: Statistical Aspects of Data Mining an der Stanford University, ist nicht e-learning 2.0, weil wesentliche Kriterien nicht erfüllt sind, u.a.:

  • keine webbasierten Interaktionsmöglichkeiten zwischen Studierenden und Kursleiter
  • keine Möglichkeiten um webvermitteltes Soziales Lernen, weder im Sinne von Koordination und schon gar nicht in Form von Kollaboration, zu etablieren.
  • kein user generated content
  • …..

E-learning 2.0 würde die Herstellung von “Communities of Practice” (Etienne Wenger) respektive “Communities of Projects” (Manfred Fassler) mittles netzbasierten Werkzeugen und Kommunikationsformen (Forum, Wiki, Blog, Chat, …) ermöglichen. Diese Gruppenprozesse, darunter zB peer reviewing bzw peer teaching sind Wesensmerkmale von e-learning 2.0 settings und in diesem Kurs nicht vorhanden.
Was ist dieser Kurs dann?
Aufzeichnung einer Vorlesung/Seminars und die Bereitstellung von dort referierten Inhalten in Form von Präsentationsdateien. That’s it, ob das überhaupt e-learning ist oder eher nur CBT oder WBT, sei dahingestellt. Am ehesten geeignet sind die Online Inhalte zum Kurs als Wiederholung der Vorlesungen. Und das ist der Vorteil – Wiederholung und/oder Nachholen eines verpassten Präsenztermins.
Nachteil ist das Verzichten auf potenzielle Lerneffekte, die durch gemeinsames, webvermitteltes Lernen möglich wären.
N.B.: Ich beziehe bei meiner Einschätzung auf dieses Video und diese Seite.

2 Antworten

  1. Salve, lieber Kollege! Schön zu sehen, dass noch jemand auf Etienne Wenger gestoßen ist – ein potentieller Silberstreif am kollektiven Geisteshorizont der LV :-)

  2. manche arbeiten halt im Hintergrund, auch sub-Routine genannt ;-)
    Claudio

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